Der Staatsrat entwickelt seine Strategie im Lebensmittelsektor und investiert in Saint-Aubin

Der Lebensmittelsektor ist ein Pfeiler der Freiburger Wirtschaft mit einem Anteil von 20 % der Arbeitsplätze des Kantons. Um seine Absichten umzusetzen, die er im Regierungsprogramm 2017-2021 dargelegt hat, präzisiert der Staatsrat nun seine Entwicklungsstrategie in diesem Bereich, damit der Kanton Freiburg im Lebensmittelsektor eine Führungsrolle übernimmt. Er hat zu diesem Zweck einen direktionsübergreifenden Lenkungsausschuss und eine Projektgruppe geschaffen. Nach dem Erwerb des Geländes in Saint-Aubin im März 2017 beschliesst er ferner, 1,7 Millionen Franken in den Umbau des Verwaltungsgebäudes an diesem Standort zu investieren. Das Gebäude soll künftig Raum für Zusammenarbeit bieten, damit Unternehmensprojekte und insbesondere die Gewinner der Agri&Co Challenge darin untergebracht werden können.

Der Staatsrat hat beschlossen, einen direktionsübergreifenden Lenkungsausschuss und eine Arbeitsgruppe zu schaffen, um seine Entwicklungsstrategie im Lebensmittelsektor voranzutreiben. Dieser Sektor ist ein Pfeiler der Freiburger Wirtschaft und zählt rund 20 % der Arbeitsplätze (Vollzeitstellenäquivalente, VZÄ) des Kantons (darin eingeschlossen sind das Gastgewerbe und der Detailhandel). Auf dem Gelände von Saint-Aubin (im März 2017 erworben) wird er einen ersten Betrag von 1,7 Millionen Franken investieren, um das Verwaltungsgebäude des Standorts umzubauen, damit es Raum für Zusammenarbeit bietet. Im Gebäude sollen Unternehmensprojekte und insbesondere die Gewinner der Agri&Co Challenge untergebracht werden. Bis heute haben acht der Gewinner mit insgesamt etwa 20 Mitarbeitenden ihre Absicht bestätigt, im Jahr 2019 ein Projekt am Standort Saint-Aubin zu entwickeln. Zudem laufen zurzeit Gespräche mit anderen Firmen, die sie für eine Niederlassung auf dem Gelände interessieren.

Die Entwicklungsstrategie für den Freiburger Nahrungsmittelsektor wird sich auf drei komplementäre Bereiche abstützen:

  1. Forschung, Beratung und Bildung, insbesondere mit der Entwicklung des Campus Grangeneuve mit dem Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve (LIG) und dem Agroscope.
  2. Tourismus, mit Projekten die darauf abzielen, das Image der regionalen Produkte zu stärken und die kulinarischen Traditionen als touristische Entwicklungsmotoren zu nutzen.
  3. Innovation, insbesondere durch die Entwicklung des Standorts Saint-Aubin mit der Unterstützung des Clusters Food & Nutrition (CFN) und der Hauptstadtregion Schweiz sowie mit der Nutzung von Synergien mit dem Campus von Grangeneuve und des Innovationspotenzials der Freiburger Unternehmen.

Ein Lenkungsausschuss, der unter der Leitung der VWD steht, wurde mit den Vertreterinnen und Vertretern der ILFD und der RUBD errichtet. Zudem wurde eine Projektgruppe geschaffen, für die der Beauftragte für strategische Projekte der VWD verantwortlich ist.

Mehrere Anstrengungen wurden in den vergangenen Jahren in diesem Sinne angestellt und zwar insbesondere:

  • die Entwicklung eines Campus für Beratung, Bildung und Forschung in Grangeneuve;
  • die Schaffung innerhalb der Hauptstadtregion Schweiz des Clusters Food and Nutrition (CFN), der die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen im Bereich der Lebensmittelinnovation fördert;
  • die Lancierung des Projekts Agri&Co Challenge, das gezeigt hat, dass Unternehmen aus aller Welt an der Entwicklung einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Sektor auf regionaler, kantonaler und nationaler Ebene interessiert sind;
  • der Erwerb im Jahr 2017des Geländes in Saint-Aubin (gegründet von Ciba-Geigy in den 70er-Jahren). Das Gelände mit 280 000 m2 in der Arbeitszone und 100 Hektaren in der Landwirtschaftszone stellt eine wichtige Entwicklungschance dar.

Die Entwicklung des Standorts Saint-Aubin hängt vom kantonalen Nutzungsplan ab, der zurzeit ausgearbeitet wird. Zusätzliche Investitionen werden zurzeit geprüft, damit auf dem Gelände eine leistungsfähige Infrastruktur für Projekte im Bereich der Forschung und Innovation im Lebensmittelbereich (Labors, Gewächshaus zu Versuchszwecken usw.), aber auch für die Entwicklung von Industrieprojekten zur Verfügung gestellt werden können.

Mit dieser neuen Strategie, den innovativen Projekten und den Investitionen am Standort Saint-Aubin möchte der Staat, dass der Kanton Freiburg eine Führungsrolle im Lebensmittelsektor übernimmt.

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